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Bericht von der Science & Wireless 2016

05.03.2016

Einführung zum Bericht von Professor Dariusz Leszczynski
über seine Erkenntnisse bei der Science & Wireless 2016

Franz Adlkofer, Stiftung Pandora

Professor Dariusz Leszczynski hat als international anerkannter Experte im Bereich der Mobilfunkforschung - unterstützt von der Stiftung Pandora und der Kompetenzinitiative e.V. - wie bereits 2015 auch 2016 an der Science & Wireless Konferenz in Melbourne, Australien, teilgenommen und darüber einen ausführlichen Bericht in englischer Sprache verfasst. Mit der Stiftung Pandora hat er vereinbart, dass sie seinen Bericht als Ganzes oder in Teilen in die deutsche Sprache übersetzen und mit oder ohne eigenen Kommentar der Öffentlichkeit in Deutschland zugängig machen darf. Von diesem Recht macht die Stiftung Pandora hiermit Gebrauch. Sie will mit diesem Bericht aufzeigen, wie die internationale Mobilfunkindustrie das sich bereits vor Jahrzehnten angemaßte Primat der Forschung bis heute durchaus mit Erfolg verteidigt und dabei die gesundheitlichen Risiken der Mobilfunkstrahlung völlig ignoriert.

Science & Wireless 2016 wurde mit einer „Keynote Presentation“ von Arendash eröffnet, in der über mögliche therapeutische Wirkungen der Hochfrequenzstrahlung bei der Alzheimer-Krankheit berichtet wurde. Die Beobachtung, dass die kognitive Leistung bestrahlter Mäuse höher ist als die unbestrahlter Kontrollen, ist zweifellos bedeutsam, zumal ein vergleichbarer Befund auch bei Ratten beschrieben wurde. Ob daraus Schlussfolgerungen für den Menschen gezogen werden können, ist allerdings äußerst zweifelhaft. Es kann gegenwärtig nicht einmal ausgeschlossen werden, dass die Hochfrequenzstrahlung genau das Gegenteil von Therapie bewirkt, nämlich zur Pathogenese der Alzheimer-Krankheit sogar beiträgt. Studien zur Klärung dieser Frage gibt es noch nicht. Ob positive Wirkungen, wie von Arendash postuliert, oder negative Wirkungen, wie durchaus möglich, es handelt sich in beiden Fällen um Wirkungen, die athermischer Natur sind. Und dass es solche Wirkungen gibt, was längst erwiesen ist, wird von der Konferenzleitung ebenso wie von der WHO und der ICNIRP wider alle Vernunft abgestritten. Warum dies geschieht, erklärt Dariusz Leszczynski.

Das wichtigste Thema der Konferenz betraf die bevorstehende Einführung der revolutionären G5-Technologie, deren Strahlung nicht mehr in das Hirn der Mobilfunknutzer eindringt, sondern gänzlich von der Haut absorbiert wird. Dariusz Leszczynski kritisiert in seinem Bericht, dass die Veranstalter allen Ernstes erwägen, diesen Vorteil der neuen Technologie dazu benutzen wollen, um die bereits jetzt viel zu hohen Grenzwerte weiter zu erhöhen. Sie setzen dabei voraus, dass der Haut ähnlich wie den Extremitäten eine höhere Strahlenbelastung als Kopf und Rumpf zugemutet werden kann. Dies mag richtig sein, berücksichtigt aber keines der grundsätzlichen Probleme. Zum einen fehlt jede Information darüber, wie hoch die Belastung der Haut, die der G5-Strahlung ausgesetzt ist, sein darf, ohne dass sie Schaden nimmt. Zum andern gibt keine einzige Untersuchung, die eine Aussage über ihre biologischen Wirkungen insgesamt zulässt. Wie schon bei der Einführung der Mobilfunkgenerationen G1 bis G4 wird die medizinische Wissenschaft durch Schaffung von Fakten wiederum vor vollendete Tatsachen gestellt.

Dariusz Leszczynskis kritisiert in seinem Bericht zunächst die Veranstalter der Konferenz, die offensichtlich - wie bei der Science & Wireless 2016 geschehen - gesichertes Wissen ignorieren und ungesichertes Wissen benutzen, um von den Risiken der Mobilfunkstrahlung abzulenken. Betroffen von seiner Kritik sind aber auch die für den Strahlenschutz der Bevölkerung weltweit zuständigen Organisationen WHO und ICNIRP, die offensichtlich bereit sind, Ergebnisse dieser Veranstaltung zu übernehmen, um ihre bisherige Politik der Verharmlosung der Mobilfunkstrahlung im Interesse der Mobilfunkindustrie fortzusetzen.

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